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Bericht über die Entwicklung der ostdeutschen Papier- und Zellstoffindustrie im Jahr 2010
Download als pdf-Datei: jahr2010.pdf
Die 36 ostdeutschen Papierfabriken können in Summe im Jahr 2010 gegenüber dem Jahr 2009 ein Mengenwachstum von über 22 % ausweisen.
Nach dem Einbruch der Papierproduktion im Jahr 2009 im grafischen Bereich hat es hier im letzten Jahr, wie bei den anderen Papierhauptsorten, eine deutliche Verbesserung gegeben. Der grafische Bereich ist wieder gewachsen, hat aber das Niveau von 2008 noch nicht erreicht.
Die größten Mengensteigerungen gab es bei den Verpackungspapieren, wo es auch ohne die neue Kapazität im Land Brandenburg, gute Produktionssteigerungen von über 10 % gab. In diesem Segment ist der Auslandsabsatz besonders gut gewachsen und hat maßgeblich zu der positiven Entwicklung beigetragen.
Sehr deutliche Veränderungen (+50 kt) gibt es, beeinflusst auch durch Konzernentscheidungen, bei den technischen und Spezialpapieren.
Der Bereich der Hygienepapiere hat, wie aus den letzten Jahren gewohnt, leicht dazugewonnen.
Die insgesamt im Vergleich zu 2009 positive Mengensteigerung bei guter Auftragssituation, kann aber über die generellen Probleme der Papierindustrie nicht hinwegtäuschen. Die Steigerung der Umsatzzahlen fällt zwar sehr deutlich aus, das resultiert aber aus der Mengensteigerung der Papierproduktion und weniger aus höheren Erlösen.
Das Problem ist, dass es leider trotz weitgehender Vollauslastung in den Werken aufgrund der extremen Preiserhöhungen in 2010 auf den Rohstoffmärkten nicht möglich war, die für die Weiterentwicklung notwendigen Renditen zu erwirtschaften. Die Preisspirale bei den Hauptrohstoffen Altpapier, Zellstoff aber auch Hilfsstoffen (u.a. Stärke) ist mittlerweile auf ein Langzeithoch gestiegen. Eine Weitergabe dieser Kostenbelastungen an die Kunden ist, das zeigen die Umsatzzahlen, offensichtlich nicht wie notwendig gelungen. Hier nachhaltige Lösungen zu finden um dem Problem zu begegnen, wird für die meisten Produzenten immer schwerer.
Zusammengefasst kann also zwar eine über alle Hauptsorten gute Mengenentwicklung ausgewiesen werden. Aufgrund der teils extremen Kostensteigerungen werden aber im Interesse der Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit von den meisten Betrieben Strategien erarbeitet, die je nach Produkt sehr differenziert sind und neben der Produktentwicklung insbesondere die Bereiche Rohstoffe, Energie und Preisentwicklung beinhalten.
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Entwicklung der Produktionsmengen von Papier, Karton und Pappe in der ostdeutschen
Papierindustrie im Jahre 2010 nach Hauptsorten (Vergleich 2009) |
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2010 |
2009 |
2010:2009 in % |
| Produktion Papier, Karton, Pappe kt |
3.805 |
3.110 |
+ 22,3 |
| davon: |
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Grafische Papiere kt |
1.211 |
1.164 |
+ 4,0 |
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Verpackungspapiere kt |
2.057 |
1.466 |
+ 40,3 |
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Hygienepapiere kt |
291 |
284 |
+ 2,5 |
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technische und Spezialpapiere kt |
246 |
196 |
+ 25,5 |
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Ausgewählte Kennziffern |
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2010 |
2009 |
2010:2009 in % |
| Umsatz aus Papier, Karton, Pappe Mio. Euro |
2.351 |
1.941 |
+ 21,1 |
| Export Papier, Karton, Pappe kt |
1.804 |
1.480 |
+ 21,9 |
| Produktion Papier, Karton, Pappe kt |
3805 |
3110 |
+ 22,3 |
| Produktion Zellstoff kt |
924 |
930 |
- 0,7 |
| Altpapiereinsatz kt |
3.713 |
3.020 |
+ 29,5 |
| Investitionen Mio. Euro |
488 |
120 |
+ 406,7 |
| Beschäftigte Anz. |
6.510 |
6.320 |
+ 3,0 |
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